e5 Gemeinde Egg

Auch Egg macht sich auf den Weg der Energieautonomie

Die Gemeinde Egg ist dem e5-Programm beigetreten.
Egg ist die erste Bregenzerwälder e5-Gemeinde außerhalb des Vorderwalds und die 47. in Vorarlberg.

Der Beitritt Eggs kommt nicht von ungefähr, denn auch bislang war die Gemeinde in Punkto Energieeffizienz aktiv. Bereits 1993 wurde das erste Biomasse-Nahwärmenetz Vorarlbergs errichtet und beim Neubau der Mittelschule wurden höchste energetische und ökologische Standards angesetzt. Die Gemeinde fördert den Kauf von Fahrradanhängern und hat, damit auch Radler und Fußgänger sicher unterwegs sind, die Straßenbeleuchtung modernisiert und auf LED umgerüstet. Auch der Ausbau des Radwegenetzes wird konsequent verfolgt.

Klimaschutz ist ein Bestandteil der Politik in Egg
„Schon in der Vergangenheit hat Egg wichtige Schritte in Richtung Energieautonomie gesetzt“, hält Bürgermeister Paul Sutterlüty daher fest. „Diesen Weg gilt es noch intensiver zu verfolgen. Das e5-Programm bietet die optimale Unterstützung dafür, der Beitritt war daher eine logische Folge“, so der Bürgermeister weiter. Das freut auch Energie-Landesrat Christian Gantner: „Ich kann Paul Sutterlüty und seiner Gemeinde zum e5-Beitritt nur gratulieren. Es freut mich, dass auch Egg aktiv und kontinuierlich zur Energieautonomie beitragen möchte.“

Für Gantner sind die e5-Gemeinden als Vorbilder und Multiplikatorinnen wichtige Partner auf dem Weg zur Energieautonomie. Als ehemaliger Bürgermeister weiß er zudem, worauf erfolgreiche kommunale Energiepolitik baut: „Wenn ein engagierter Bürgermeister und ein motiviertes e5-Team von Mitarbeiterinnen und Ehrenamtlichen die Energiepolitik der Gemeinde in die Hand nehmen, dann werden viele wichtige Schritte zur Energieautonomie möglich.“

e5-Team als Erfolgsfaktor der kommunalen Energiepolitik
Ein solches Team aufzustellen, ist Aufgabe von Anton Metzler und Carmen Willi. Zweck des e5-Teams ist es, die Energiepolitik der Gemeinde mit Wissen und konkreten Ideen zu bereichern. Aber auch die Mitarbeit bei der Umsetzung von Projekten ist gewünscht. „Gerade in kleinen Gemeinden ist sie nämlich ein unverzichtbarer Bestandteil erfolgreicher Energiepolitik“, weiß e5-Gemeindebetreuer Thomas Pieber vom Energieinstitut Vorarlberg.

Zum e5-Programmbeitritt von Egg trafen sich im Energieinstitut Vorarlberg e5-Gemeindebetreuer Thomas Pieber, Energieautonomie-Chef Christian Vögel, Energielandesrat Christian Gantner, e5-Teamleiter Anton Metzler, Bürgermeister Paul Sutterlüty, der stellvertretende e5-Programmleiter Gregor Sellner und Energieinstituts-Geschäftsführer Josef Burtscher. Bild: Mattias Rhomberg

Maßnahmen mit Nutzen für die Bevölkerung entwickeln
Er kommt auf den Plan, sobald das e5-Team vollständig ist. Er freut sich auf die Arbeit in Egg, an deren Anfang bewährte Abläufe stehen: „Zuerst schauen wir im Rahmen einer sorgfältigen Bestandserfassung auf die Potentiale in der Gemeinde. Von der Bauplanung bis zur Mobilität und von den gemeindeeigenen Gebäuden bis zur Öffentlichkeitsarbeit. Auf dieser Basis werden dann konkrete Projekte und Maßnahmen geplant und durch e5-Team und Gemeinde umgesetzt.“

Welche konkreten Maßnahmen das sein werden, steht noch nicht fest. Soviel weiß Bürgermeister Sutterlüty aber schon: „Sicher ist, dass wir vor allem Projekte mit konkretem Nutzen für die Eggerinnen und Egger in den Vordergrund stellen werden. Wir müssen den Weg zur Energieautonomie alle gemeinsam gehen.“

Wussten Sie, dass

  • Egg als erste Bregenzerwälder e5-Gemeinde außerhalb des Vorderwalds den letzten weißen Fleck von der e5-Vorarlbergkarte tilgt?
  • 84 % der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger in einer der 47 e5-Gemeinden leben?
  • alle Gemeinden mit mehr als 4.000 Einwohnern dem e5-Programm angehören?
  • in e5-Gemeinden deutlich mehr Ökostrom produziert und mehr mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren wird, als in anderen Gemeinden?
  • die Vorarlberger e5-Gemeinden wie Langenegg, Ludesch, St. Gerold oder Zwischenwasser international beachtete und preisgekrönte Vorbilder im nachhaltigen öffentlichen Bauen sind?