Sicherheitstipps

Tipps, Empfehlungen und Informationen


Sicheres Skifahren


Unsere mit Schnee bedeckten Täler und Berge eignen sich im Winter hervorragend für diverse sportliche Aktivitäten. Ob Skifahren, Rodeln, Winterwandern oder Tourengehen, eigentlich ist für jeden was dabei. Zu den gängigsten Wintersportarten in Vorarlberg zählt jedoch das Skifahren.

Im Jahr 2017 verletzten sich rund 700 Vorarlberger beim alpinen Skilauf. Selbstüberschätzung, unangepasste Geschwindigkeit und Fahrweise zählen hierbei zu den Hauptursachen.

Damit der Skitag richtig Freude macht und alles sicher und unfallfrei abläuft, gibt es ein paar Dinge zu beachten:


Ausrüstung

  • Lasse die Bindung der Skier regelmäßig beim Fachhändler überprüfen.
  • Das Warten der gesamten Ausrüstung ist unabdingbar.
  • Ein Helm ist besonders wichtig. Dieser sollte auf eventuelle Schäden geprüft und nach dem Sturz ausgetauscht werden.


Fahrverhalten

  •  Geschwindigkeit &Fahrweise müssen dem Können und den herrschenden Pisten-, Sicht- und Witterungsverhältnissen angepasst werden.
  • Skifahren ist ein Sport. Genügend Pausen und Verpflegung schützen vor Übermüdung und Unkonzentriertheit.
  • Als Neueinsteiger sollten Fahr- und Kurventechnik von einem/r ExpertIn erklärt werden. Am Besten absolvieren Sie dafür einen Kurs in einer Skischule.
  • Besonders Rücksicht sollte auf Kinder genommen werden.
  • Befolgen Sie die FIS-Verhaltensregeln.


Sicheres Rodeln


Das Rodeln erlebt einen regelrechten Boom. Denn es ist ein Spaß in freier Natur an der frischen Winterluft, der keine teure Ausrüstung erfordert. Bei dem ganzen Spaß dürfen die Risiken oder Gefahren aber nicht unterschätzt werden.
So gilt es einige Dinge zu beachten.


Vorbereitung

Suche nicht am Anfang schon die schwerste Strecke von allen aus. Beginner sollten zuerst auf einem Hügel das Rodeln erlernen, bevor es dann auf die Rodelstrecke mit seitlichen Abhängen geht. Hier findest du eine Liste der Rodelstrecken in Vorarlberg!
Beim Kauf einer Rodel ist darauf zu achten, dass diese sich gut lenken lässt.


Ausrüstung

Zu einer Rodelausrüstung gehören:

  • Winterbekleidung
  • Handschuhe
  • gutes und festes Schuhwerk
  • Skibrille
  • Helm


Pistenregeln

Nicht nur beim Skifahren, sondern auch beim Rodeln gibt es Pistenregeln.

  • Beim Hinauflaufen laufe hintereinander am Rand der Bahn entlang
  • Bahn immer freihalten
  • Nicht liegend oder mit dem Kopf nach vorne rodeln
  • Binde die Rodel nicht zusammen
  • Beim Bremsen mit vollem Körpereinsatz die Füße in den Boden drücken, so kommt man schnell zum Stillstand


Im Notfall

Sollte es doch mal zu einem Unfall kommen.

  • Unfallstelle sichern
  • den Verletzen aus dem Gefahrenbereich schaffen, um vor herabkommenden Rodlern zu schützen
  • Erste Hilfe leisten


Pistentourengehen


Das Pistentourengehen ist in diesem Jahr so populär wie kaum zuvor, doch neu ist dieser Sport nicht. Bereits in den letzten Wintersaisonen war eine steigende Frequenz auf und neben den Pisten zu spüren. Besonders für Skitouren-Einsteiger ist dies eine beliebte Option, um sich langsam an die Sportart heranzutasten. Aber auch erfahrenere Tourengeher nützen es speziell bei schneearmen Wintern als Trainingsmöglichkeit.

Doch warum wird das Thema zunehmend diskutiert?
Das hat mehrere Gründe: Grundsätzlich ist es so, dass Skigebiete eine sehr teure und aufwendige Gesamtinfrastruktur (Pisten, Parkplätze, WC-Anlagen, etc.) für Skifahrer zur Verfügung stellen. Pistentourengeher nutzen diese in den meisten Gebieten kostenlos mit. Umso wichtiger ist es die im Gebiet geltende Regelungen zu beachten.

Dabei geht es auch um Sicherheit. Besonders während der Pistenpräparierung kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen und Konflikten. Einerseits können Sportler vom Pistenraupenfahrer übersehen werden. Andererseits sind viele Pistenraupen mit einem Stahlseil verbunden, welches besonders bei der Abfahrt kaum sichtbar ist und dadurch zu tragischen Unfällen führen kann.


10 Verhaltensempfehlungen

Um Unfälle und Konflikte zu vermeiden gibt es 10 Verhaltensempfehlungen für Pistentourengeher:


1) Beachte die Warnhinweise und Regelungen im jeweiligen Gebiet.

2) Halte dich an Pistensperrungen, denn diese erfolgen meist während des Einsatzes von Pistengeräten oder bei Lawinensprengungen. Bei Nichtbeachtung kann es zu lebensgefährlichen Situationen kommen.

3) Steige nur am Pistenrand und hintereinander auf, um Kollisionen mit Skifahrern zu vermeiden.

4) Quere die Piste nur an übersichtlichen Stellen und mit genügend Abstand zwischen den Tourengehern.

5) Befahre frisch präparierte Pisten nur im Randbereich.

6) Informiere dich, zu welcher Uhrzeit am Abend ein Befahren der Piste erlaubt ist.

7) Mach dich bei Abendskitouren durch reflektierende Kleidung und eine Stirnlampe für abfahrende Skifahrer und Pistenarbeiter sichtbar.

8) Gibt es speziell für Pistentourengeher ausgewiesene Routen, dann nützte diese.

9) Hunde solltest du nicht mit auf die Piste nehmen.

10) Verwende ausgewiesene Parkplätze und entrichte ggf. die Parkgebühr.

Besonders in Zeiten, in denen das Skigebiet geschlossen ist und die Pisten nicht präpariert sind, handelt es sich um freien Skiraum. Das heißt, die Lawinengefahr ist zu beurteilen und auch die Pistenrettung ist nicht direkt vor Ort. Bei Unfällen kann eine Bergung daher je nach Wetter auch länger dauern. Nimm daher die entsprechende Notfallausrüstung und ein Erste Hilfe Set mit.

Unter Einhaltung dieser Empfehlungen und gegenseitiger Rücksichtnahme steht einer tollen Pistenskitour nichts mehr im Weg.


Wie man bei Dunkelheit besser sichtbar wird


Bei Dunkelheit steigt das Unfallrisiko für FußgängerInnen aber auch FahrradfahrerInnen bis auf das Dreifache. 


So machst du dich sichtbar: 

  • Trage reflektierende Materialien wie beispielsweise ein Reflexband möglichst weit unten. Da der Lichtkegel der Autoscheinwerfer die Straße beleuchtet, ist es am besten Reflexbänder an beiden Beinen (vom Knie abwärts) zu tragen. 
  • reflektierende Sticker für Schultaschen, Handtaschen, Kikis, Gehstöcke, Rollatoren, Hundeleine, usw...
  • reflektierende Garne für Mützen und Aufnäher für Textilien
  • zusätzliche Reflektoren an Fahrrädern (z.B. Speichen) und Kinderwagen anbringen 
  • Lichtquellen wie Taschen- oder Stirnlampen geben zusätzliche Sicherheit
  • reflektierende Kleidung tragen (Arbeits-oder Sportbekleidung)

Der Schulweg für Kinder


Viele besorgte Eltern fahren ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, um sie vor den Gefahren des Straßenverkehrs zu be-wahren. Den Schulweg hingegen selbst zu meistern, bringt die Kleinen einen großen Schritt in Rich-tung Selbständigkeit. Es gibt viel zu lernen und die Bewegung wirkt sich positiv auf die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit aus.


Tipps für den sicheren Schulweg: 

  • Bevor das Kind allein geht, soll der Weg gemeinsam gut geübt werden.
  • Die Wiederholung des sicheren Weges ist auch für ältere Kinder sinnvoll.
  • Achte darauf, dass dein Kind gut sichtbar ist (reflektierende Materialien).
  • Nicht vergessen: Kinder haben eine andere Wahrnehmung.


Eltern haben Vorbildwirkung. Lebe deinem Kind vor, wie es sich im Straßenverkehr sicher verhält.

Wenn das Handy zur Gefahr wird


In unserer schnelllebigen Zeit werden viele Dinge gleichzeitig erledigt, um Zeit zu sparen. So wird z.B. auch beim Spazieren, beim Kochen oder beim Sport telefoniert oder geschrieben. Auch im Straßenverkehr (Auto- und RadfahrerInnen) ist dies trotz gesetzlichem Verbot nicht anders.

Das Problem dabei ist, dass man sich nicht voll auf die Tätigkeit, die man gerade ausübt, konzentrieren kann und somit die Gefahr für einen Unfall erhöht ist. Ablenkung ist nach wie vor die Unfallursache Nummer 1 im Straßenverkehr. 

Wo die Ablenkung, neben dem Straßenverkehr, noch äußerst problematisch sein kann, ist, wenn Eltern vom Handy abgelenkt werden und somit die Aufsichtspflicht über ihre Kinder vernachlässigen.

Ohne Frage ist das Handy praktisch, dennoch sollte man es manchmal in der Tasche lassen und sich voll und ganz auf das, was man gerade macht, konzentrieren.