Geschichte

Früheste Erwähung der Pfarre "Anderegge" im Jahr 1275


Der Bregenzerwald wurde - urkundlich nachweisbar - am Ende des 11. Jahrhunderts besiedelt. Egg zählt neben Andelsbuch, Schwarzenberg und Lingenau zu den ältesten Dörfern der Talschaft. Die früheste urkundliche Erwähnung der Pfarre "Anderegge" findet sich im "Liber decimationis" von 1275 (Freiburger Diözesan-Archiv). Egg war königliches Reichsgut, später Besitz der Grafen von Montfort und kam 1390 mit dem Gericht "Inner-Bregenzerwald" an das Haus Habsburg.

Im Gericht Inner-Bregenzerwald regierte und urteilte mehr als 400 Jahre lang der freigewählte Landammann mit seinen 24 Räten. In Egg tagten zu jenen Zeiten das Nieder- und Hochgericht. Daran erinnern noch die Gerichtslinde und der Prangerstein neben der Pfarrkirche, die Richtstätte beim Mühlinger Bild und der Galgenbühel auf dem Feldweg nach Großdorf. Zur napoleonischen Zeit hat Bayern die freie Gerichtsbarkeit und Verwaltung der Innerwälder ab 1806 aufgehoben.

Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, danach wieder zu Österreich. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Egg seit dessen Gründung 1861.

Von 1945 bis 1955 war Egg Teil der französischen Besatzungszone in Vorarlberg.